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Brésil, Lençois Maranhenses 1.2 - Pérou, Quechuas Espagne, flamenco Costa Rica, colibri Antarctique, kayak

Ethikengagement Brasilien

Brasilien gilt in Lateinamerika als eine reiche Nation.
Trotz der gravierenden sozialen Ungleichheiten kennt das Land dennoch ein starkes Wachstum.
Die Tourismusbranche ist gut entwickelt, verfügt über Aufnahmemöglichkeiten auf einem guten Niveau und gut ausgebildete, oft dreisprachige Reiseführer, die im Allgemeinen gut bezahlt werden.

Die Favelas von Rio de Janeiro

Wir ermuntern unsere Kunden dazu, während ihr Reisaufenthalts in Rio neben den klassischen Besuchszielen (Corcovado, Zuckerhut …) einen geführten Abstecher in die Favelas von Rio in ihr Programm aufzunehmen.
Dieser Abstecher wird von einem kleinen Unternehmen organisiert, dass ein Pionier in seinem Bereich ist: Favela Tour wartet mit einem anderen Erleben des normalerweise von den Favelas vermittelten Images auf, indem die Bewohner und die Realität in den Stadtvierteln gezeigt werden (neben Armut, Gewalt und Drogenhandel, aber auch viel Arbeit, Unterhaltung und Solidarität).
Mit ihrer Aktion schafft Favela Tour vor Ort Arbeitsplätze (Reiseführer, Transporteure, …).
Ein Großteil des Umsatzes geht direkt in Form der Finanzierungen von Entwicklungsprojekten oder sozialen Hilfsprojekten an die Gemeinschaften.
Im Jahr 2013 betrug diese Unterstützung annähernd 20.000 US-Dollar.

Entwicklung des touristischen Angebots in entlegenen Regionen

Unsere Reisevorschläge zielen soweit möglich auf abseits des Massentourismus gelegene und wenig besuchte Regionen ab (Lençois Maranhenses, Chapada Diamantina, die Naturschutzgebiete von Bocaina und Mamangua).
Zum einen, um es unseren Kunden zu ermöglichen, ein außergewöhnliches Erlebnis zu erleben, und zum anderen, um unser Bestreben die Entwicklung durch den Tourismus zu fördern, in die Praxis umzusetzen.

Ein Beispiel: das Naturschutzgebiet von Joatinga in der Nähe von Paraty.
In den Naturschutzgebieten von Joatinga und Mamangua leben zwölf Gemeinschaften der „Caiçaras“ mit ihrer eigenen Kultur in einer Region, in der es weder Straßen noch ein Stromnetz gibt.

Diese von der Fischerei lebende Bevölkerung lebt mit den Einschränkungen, die mit der Einstufung ihres Lebensraums als Naturschutzgebiet einhergehen: Baumfällverbot, wesentliche Einschränkung der landwirtschaftlichen Nutzfläche, Jagdverbot und Bauverbot.
Durch die Intensivierung der Industriefischerei im Meer im Laufe des letzten Jahrzehnts und deren schädlichen Auswirkungen auf den Fischbestand in Küstennähe, gehen ihre Einkünfte aus der Fischerei jedes Jahr zurück.

Noch vor zehn Jahren konnten die Bewohner der Gemeinschaften sowohl von der Fischerei als auch von der Landwirtschaft gut leben. Beide Ressourcen sind heute stark eingeschränkt oder, zumindest was die Fischerei angeht, äußerst gefährdet.
Der Fortbestand ihrer Lebensweise ist bedroht. Die Jugend lässt widerwillig die Anzahl der billigen Arbeitskräfte in den Großstädten ansteigen und überlassen ihre Gebiete Immobilieninvestoren, die sich darauf verstehen, die Umweltschutzgesetze zu umgehen.

Dennoch ist die Situation von der Aussichtslosigkeit weit entfernt und der Umwelttourismus bietet eine echte Alternativlösung, wenn er den richtig umgesetzt wird.
Seit 2005 beteiligen wir uns aktiv an der touristischen Entwicklung einiger Dörfer (Ponta Negra, Sono, Cajaiba) mit der Einrichtung von Wanderrouten und der Führung von Wandergruppen, die vor Ort übernachten, sich dort verpflegen und die Dienste von lokalen Reiseführern in Anspruch nehmen.

Die Entwicklung eines Naturtourismus der sich um die Förderung der lokalen Kultur und dem Schutz der Umwelt widmet, zeichnet sich durch mehrere bereits wahrnehmbare Phänomene aus

  • die Erzeugung einer zusätzlichen Einnahmequelle
  • die Verbesserung der Unterkunftsmöglichkeiten
  • die Ausbildung der jungen Menschen in neuen Wissensgebieten (Sprache, Küche, Erste Hilfe, Fauna und Flora...)
  • Austausch zwischen Ausländern und Brasilianern

Nach dem Erfolg der ersten Saisons stellen wir heute fest, dass ein doppeltes Ungleichgewicht besteht.

Ungleichgewicht der Besucherströme

Die touristische Frequentation konzentriert sich auf eine kurze Periode des Jahres. Sie erreicht ununterbrochen ihr höchstes Niveau während der Monate Juli und August.
Während des Rests des Jahres ist sie ungleichmäßig und nur gering.
Es wäre wünschenswert, sie in der Region auf gleichmäßigere Art zu verteilen. Dieses Ziel ist aufgrund der Struktur der Besucherströme selbst nur schwer zu erreichen (Tourismus aus Europa, der mit der Periode der Sommerferien in den Monaten Juli und August zusammenfällt).

Ungleichgewicht des Nutzens

Der aus dem Tourismus entstehende Gewinn kommt noch immer nur einer eingeschränkten Anzahl von Personen zugute, die oft miteinander verwandt sind.
Natürlich sind diese Personen aktuell auch die aktivsten und diejenigen, mit dem größten unternehmerischen Engagement und die es auch am meisten verdienen. Daraus entstehen aber Eifersucht und Spannungen innerhalb der Gemeinschaft, die nur schwer in ihrer Gesamtheit einbezogen werden kann.
Die Abstimmungsarbeit mit den einzelnen Gemeinschaften und anderen lokalen Akteuren wird fortgesetzt, um gemeinschaftliche Ziele und die zu ihrer Erreichung notwendigen Mittel zu definieren.

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